Forschung zwischen Objektivität und Subjektivität

Katja Lell: „Material Witness“
Video 4 min.

In der CliSAP-Arbeitsgruppe „Mikropaläontologie“

Der Körper in der Forschung – zwischen Subjektivität und Objektivität

Katja Lell studiert seit 2009 bildende Künste an der HFBK in Hamburg im Bereich „zeitbezogene Medien“. Im Rahmen ihres Forschungsaufenthalts begleitete sie die CliSAP-Arbeitsgruppe Mikropaläontologie.
Für ihr Filmprojekt ging sie an den Entstehungsort wissenschaftlicher Bildproduktion, das Labor, und erarbeitete dort mit Bildern über Bildern eine fiktionale Erzählung. Vor allem interessierten sie die wiederkehrenden, gleichmäßigen Handlungen im Umgang mit den Untersuchungsgegenständen und -materialien, die sorgfältig ausgeführt werden müssen, um Fehler zu vermeiden.
„Mein Film ist aber keine Dokumentation“, erklärt die Künstlerin. Vielmehr gehe es ihr darum, den menschlichen Körper in der Forschung zum Thema zu machen. Die Idee dazu entstand nicht zuletzt bei einer gemeinsamen Exkursion mit den Wissenschaftlern ins Westerhever Watt, bei der der Sedimentationsraum Watt zu begehen, zu fühlen, zu riechen und zu schmecken war. Das Labor dagegen ist ein Ort, an dem wiederholbare Experimente unter standardisierten Bedingungen durchgeführt werden. Dort inszeniert sie körperliche Bewegungen. Ein menschliches Gesicht wird medizinisch abgetastet und so „verschiedene Kontexte vermischt“, so Lell. Denn die menschlichen Bewegungen stellen auch eine Art (Er)Forschung dar: die des menschlichen Körpers.