Integriertes Wissen in der Klimaforschung: Erkenntnistheoretische Grundlagen interdisziplinärer Modellierung

Das Projekt wirft einen wissenschaftstheoretischen Blick auf die Disziplinen, die am Exzellenzcluster CliSAP zusammenarbeiten. Im Zentrum stehen Fragen der integrierten Modellierung. Es soll untersucht werden, welche Zugänge zu fachübergreifender Modellintegration es in CliSAP gibt, ob Integrationsschritte zwischen bestimmten Disziplinen semantische Probleme erzeugen können und ob es disziplinäres Wissen gibt, bei dem disziplinübergreifende numerische Modellierung an ihre Grenzen stößt.

Hierfür werden klimawissenschaftliche Problemstellungen betrachtet, die sich durch die Verschränkung von natürlichen und sozialen Systemen auszeichnen. Ein Beispiel ist die Wirkungskette von globaler Erwärmung, lokalen Änderungen bei Niederschlagsmustern oder dem Meeresspiegel bis hin zu den Reaktionen betroffener Gesellschaften, etwa in Wirtschaft, Migration oder Konfliktverhalten. Darüber hinaus werden Forschungsprojekte untersucht, die integrierte numerische Modelle in geringerem Umfang oder überhaupt nicht verwenden.

Ziele

Ziel ist es zunächst, die erkenntnistheoretischen Grundlagen der beteiligten Disziplinen herauszuarbeiten. Grundlage hierfür sind Interviews, die mit CliSAP-Wissenschaftlern und -Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Forschungsprojekten geführt werden. Die so akzentuierten epistemologischen Profile werden dann in einem zweiten Schritt auf ihre Kompatibilität hin untersucht. In einem dritten Schritt soll schließlich bestimmt werden, welche Konsequenzen sich für integrierte sozialwissenschaftlich-naturwissenschaftliche Modellierung in CliSAP ergeben.  Die Ergebnisse werden in einem internen Bericht zusammengefasst.

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