Globaler Meeresspiegelanstieg und regionale Variabilität

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Auf Basis von Gezeitenpegeldaten ist bekannt, daß auf globaler Skala der Meeresspiegel seit 1990 um fast 2 cm pro Dekade stieg. Seit Anfang der 1990er ergeben Satellitenmessungen einen höheren Wert um 3 cm pro Dekade, womit der globale Meeresspiegel seit 1900 um ca 20 cm gestiegen ist. Auf regionaler Skala ist jedoch der Einfluss dynamischer Veränderungen im Klimasystem auf den Meeresspiegel oft von größerer Bedeutung.

Durch eine Synthese  von beobachteten Daten unter Zuhilfenahme eines dynamischen Ozeanmodells wurde versucht diese Veränderungen für die letzten 60 Jahre zu rekonstruieren, wobei die Reaktion der Erdkruste, sowie Veränderungen der Gravitation und Rotation nicht Teil der Rekonstruktion sind. Insbesondere, Klimamoden wie die Nordaltantische Oszillation oder El Niño beeinflussen regionale Muster der  Meersspiegelvariabilität  stark, wie es eindrücklich für den starken  El Nino 1997/98 sichtbar ist. Die mit der El Nino Phase verbundene ostwärtige Verlagerung des warmen Wassers erzeugt z. B. Meeresspiegeländerungen von mehr als 20cm. Der nebenbei über den gesamten Zeitraum stattfindende Anstieg bleibt somit für den Betrachter fast unbemerkt.