CRG Mediale Konstruktionen des Klimawandels

Als zentrales Forum für Informationsvermittlung und Meinungsbildung sind Massenmedien wichtig für die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und die Ausgestaltung von Klimapolitik. Die CliSAP Forschungsgruppe „Media Constructions of Climate Change“ untersucht massenmediale Klimakommunikation sowie ihre Entstehungsbedingungen und Effekte. Konkret analysieren wir

  • wie Wissenschaftler, Politiker, zivilgesellschaftliche Organisationen, Unternehmen und andere ihre Positionen in die (medien-) öffentliche Debatte einzubringen suchen,
  •  wie Medien den Klimawandel darstellen und wie die medialen Repräsentationen sich zwischen Ländern unterscheiden,
  •  wie Nutzer die medialen Inhalte wahrnehmen und bewerten und wie dies ihre Einstellungen und Handlungen beeinflusst.

Die Forschungsgruppe gehört zur Professur für Kommunikationswissenschaft, insbesondere Klima- und Wissenschaftskommunikation, der Universität Hamburg. Weitere Informationen zu unserer Lehre finden Sie auf unserer Fakultäts-Webseite.

Für aktuelle Informationen zu unseren Forschungsprojekten besuchen Sie unseren Blog.

Forschungsthemen

  • Klimakonferenzen: Einfluss und Wirkung
    Die UN-Klimagipfel sind internationale, öffentliche Großereignisse, die intensiv in der medialen Berichterstattung und in verschiedenen Kommunikationsnetzwerken behandelt werden. Wir nähern uns dem Klimagipfel 2015 in Paris aus verschiedenen Ansätzen und kombinieren dabei mehrere Methoden.
  • Kommunikative Auseinandersetzungen um Klimawandel und Klimapolitik
    Klimawandel und Klimapolitik betreffen viele Akteure, die potentiell unterschiedliche Werte und Interessen haben. Wir untersuchen die Kommunikation von Wissenschaftlern, Politikern, NGOs und Unternehmen, die entsprechende Mediendebatte und den Umgang der Mediennutzer mit dieser.
  • Internationale Klimakommunikation
    Studien zur Klimakommunikation sind oft auf Industrieländer und kurze Zeitperioden beschränkt – obwohl der Klimawandel ein globales, langfristiges Problem ist und wichtige klimapolitische Prozesse auf der internationalen Ebene angesiedelt sind. Wir untersuchen Klimakommunikation in einer internationalen und langfristigen Perspektive.
  • Kommunikation von Expertenwissen
    Der Klimawandel ist ein komplexes wissenschaftliches Konstrukt und als solches schwierig zu kommunizieren und zu verstehen. Wir untersuchen die Kommunikation von wissenschaftlichen Informationen in den Massenmedien und in Online-Medien.
  • Interdisziplinäre Projekte
    An der Forschung zum Klimawandel sind viele Disziplinen beteiligt. Wir bringen uns im CliSAP-Kontext und darüber hinaus in verschiedene interdisziplinäre Projekte, Konferenzen und Initiativen ein, um das disziplinübergreifende Verständnis des komplexen Phänomens zu befördern.

 

 

Aktuelle Publikationen der Arbeitsgruppe

  • Brüggemann, M. (2017). Traditional and shifting roles of science journalists and environmental reporters covering climate change. Oxford Research Encyclopedia of Climate Science. doi:10.1093/acrefore/9780190228620.013.354.
  • Brüggemann, M. (2017). Post-normal journalism: Climate journalism and its changing contribution to an unsustainable debate. In P. Berglez, U. Olausson, & M. Ots (Eds.), What is sustainable journalism? Integrating the environmental, social, and economic challenges of journalism. New York: Peter Lang.
  • Brüggemann, M., Neverla, I., Hoppe, I., & Walter, S. (2016). Klimawandel in den Medien. CliSAP Working Paper.
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  • Metag, J., Schäfer, M. S., & Füchslin, T. (2015). Global Warming’s Five Germanys. A Typology of Germans’ Views on Climate Change and their Patterns of Media Use and Information. Public Understanding of Science, 3, 1-18. doi:10.1177/0963662515592558.
  • Ivanova, A. (2015). Transnationalisierung von Öffentlichkeit am Beispiel des Klimawandels. Eine länder- und zeitvergleichende Analyse der Berichterstattung in Printmedien. PhD Thesis, Universität Hamburg, Hamburg.

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