Untersuchungen zum empirischen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Konflikt

Eine umfassende Analyse weltweit veröffentlichter quantitativer statistischer Studien und Fallstudien, die in begutachteten Fachzeitschriften erschienen sind, ist die Ausgangsbasis der Untersuchungen zum aktuellen Stand der Wissenschaft in Bezug auf die Versicherheitlichung des Klimawandels und den empirischen Zusammenhang zwischen Klimawandel und Gewaltkonflikten. Die Resultate werden anhand einer Vielzahl von Kriterien klassifiziert, um Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zwischen den Studien herauszuarbeiten. Die Klassifikationskriterien umfassen z.B. den Zusammenhang zwischen Klima und Konflikten, die Konflikttypen, die betroffene Region, den betrachteten Zeitraum und die Art der untersuchten Daten. Um die komplexe Verbindung zwischen Klima und Konflikt besser verstehen zu können, werden die empirischen Grundlagen für Kausalketten zwischen den einzelnen Größen analysiert. Schwerpunkte waren hierbei Veränderungen in Niederschlägen, Engpässe in der Wasserverfügbarkeit, Unsicherheiten in der Nahrungsmittelproduktion, Extremwetterereignisse und umweltbedingte Migration. Es werden Vorschläge erarbeitet, um Schwächen im bisherigen Stand der Forschung zu beseitigen: diese beinhalten unter anderem die Anwendung wohldefinierter Begriffe und Konzepte, Berücksichtigung der Stärken und Schwächen vorhandener Forschungsdesigns und Datensätze, die Entwicklung eines umfassenden theoretischen Forschungsrahmens sowie Untersuchungen zur geographischen Verteilung der Risiken in den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Gebieten.