Konflikte und Kooperation um Wasser

Die Untersuchungen zu Konflikten bzw. Kooperationen um Wasser werden exemplarisch für große Flusseinzugsgebiete durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit der Forschungsgruppe Klimawandel und Sicherheit liegt auf dem Nil, dem Indus, dem Pearl River in China sowie grenzübergreifenden Wasserressourcen zwischen Israel und Palästina. Hauptaugenmerk sind Untersuchungen zum Themenkomplex Land-Wasser-Energie unter Berücksichtigung von Klimawandel, Konflikten und Abkommen zwischen Anrainerstaaten, Extremwetterereignissen und dem Meeresspiegelanstieg in Flussdeltaregionen. Verschiedene wissenschaftliche Methoden kommen hier gemeinsam zur Anwendung. Dies beinhaltet die Datensammlung, Feldforschung mit qualitativen Interviews, aber auch Modellierung und Simulation oder Diskursanalyse. Ein ganzheitlicher Forschungsansatz wird hier eingesetzt, um die Zusammenhänge zwischen Wasserverfügbarkeit, Energie und Landnutzung in den am meisten vom Klimawandel bedrohten Regionen in Nord- und Ostafrika zu untersuchen.Unterschiedliche Szenarien von Klimawandel und Wassermanagementstrategien werden dynamisch simuliert, um unterschiedliche Inwestment- und Wasserverteilungsstrategien zwischen Staaten am Oberlauf und Unterlauf des Nils miteinander zu vergleichen. Außerdem wird ein physikalisches Modell von mittlerer Komplexität entwickelt, das den Fluss von Wasser in unterschiedlichen Flussläufen realistisch abbildet. Diskursanalytische Untersuchtungen zum Thema Wasser erfolgen anhand grenzübergreifender Konflikte oder Kooperationen zwischen Israel und Palästina.