Geschlechtsspezifische Aspekte des Klimawandels

Unsere Arbeit in Bezug auf die Geschlechterrolle hat zwei Schwerpunkte. Zum einen schauen wir auf die Rolle der Geschlechter bei der Anpassung an den Klimawandel, mit einem besonderen Augenmerk auf dem Themenkomplex Geschlecht und Migration vor dem Hintergrund globaler Umweltveränderungen. Das Projekt GEM (Gender, Environment and Migration) untersuchte die Geschlechterrolle bei Migration als Anpassungsstrategie im Einzugsgebiet des Indus in den Provinzen Gilgit-Baltistan und Sindh in Pakistan. Aktuelle Forschungsarbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von internationaler Migration zu Arbeitszwecken für die Schaffung einer nachhaltigigen Zukunft. Dies geschieht am Beispiel einer Fallstudie aus der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa im Nordwesten Pakistans. Der zweite Fokus dieses Themenfeldes besteht darin, die Geschlechterrolle als analytische Kategorie in der Klima- und Konfliktforschung zu etablieren. Das internationale Netzwerk GCCN (Gender, Climate Change and Conflict Network) versucht dabei, die drei Politikfelder „Klimawandel und Konflikt“, „Klimawandel und Geschlechterrolle“ sowie Konflikt und Geschlecht“ miteinander zu verknüpfen. Dabei wird berücksichtigt, daß nicht nur die Konfliktresilienz und die Anpassung an den Klimawandel sondern auch deren Auswirkungen auf die langfristige Nachhaltigkeit auf der lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Ebene eine geschlechtsspezifische Dimension haben. Außerdem untersuchen wir die Geschlechterrolle in der Klimaanpassung, wobei ein spezieller Fokus auf die Geschlechtsdynamiken bei Migration gelegt wird (siehe "Climate Change and Migration").

Aktivitäten

Juni 2014:
Internationaler Workshop "Gendering a sustainable future: Climate Change, Conflict and Water", United Nations World Water Assessment Program (UN WWAP), Colombella, Italien.

September 2013:
Internationaler Workshop "Gendering a sustainable future: Climate Change, Conflict and Genocide", KlimaCampus, Universität Hamburg.