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Wissenschaftliche Karriere: Mentoren bieten Unterstützung für Post-Docs

28.05.2014

Karriere in der Wissenschaft machen – aber wie? Und ist das überhaupt etwas für mich? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des neuen Mentoring-Programms, das vergangenen Dienstag am Exzellenzcluster gestartet ist. Bei der Auftaktveranstaltung kamen Mentoren und Mentees erstmals zusammen. Einleitend sprach die Meeresbiologin Prof. Antje Boetius von der Universität Bremen darüber, inwieweit die wissenschaftliche Laufbahn planbar ist und welche Fehler junge Wissenschaftler vermeiden sollten.

"Only a few can be winners." Prof. Antje Boetius shows how Post-Docs can increase their chances.
Individual exchange between mentors and mentees.

Pro Jahr werden in Deutschland 2.000 Lehrstühle neu besetzt. Dem stehen rund 100.000 potentielle Kandidaten gegenüber. Wer eine der begehrten Stellen erhält, hängt von mehreren Faktoren ab – vor allem von der Anzahl und der Qualität von Publikationen und Vorträgen, der internationalen Erfahrung, aber auch von Netzwerken und schlichtweg dem Zufall. „Die akademische Laufbahn zum Professor ist eine Hochrisiko-Karriere“, sagte Prof. Antje Boetius beim Auftakt des CliSAP-Mentoring-Programms letzten Dienstag. Boetius ist Trägerin des Leibniz-Preises und Vorsitzende des Wissenschaftsrates. In ihrem Vortrag machte sie jungen Wissenschaftlern aber auch Mut. Ihr Ratschlag an Doktoranden und Post-Docs: „Seien Sie nicht bequem, geben Sie dem Zufall eine Chance und hören Sie auf die Empfehlungen erfahrener Kollegen.“ Diese gäben ihr Wissen gerne weiter, etwa wenn es darum geht, Soft Skills zu schärfen oder Lücken im Lebenslauf auszugleichen. Besonders wichtig sei die Phase nach der Promotion, in der man sich vom Doktorvater oder der Doktormutter lösen solle: „Haben Sie Mut zu neuen Themen, erlernen Sie andere Methoden und suchen Sie Anschluss an Institutionen, mit denen Sie bisher nicht zusammen gearbeitet haben.“

Im Anschluss an den Vortrag kamen Mentoren und Mentees zu Gesprächen in kleinen Gruppen zusammen. Sie diskutierten über kritische Zeitpunkte in der wissenschaftlichen Laufbahn, individuelle Besonderheiten und darüber, ob und wie sich einzelne Schritte planen lassen. Mentoren und Mentees werden sich in Zukunft regelmäßig austauschen. Einmal pro Jahr wird es außerdem ein Treffen aller Teilnehmer des Programms sowie mehrere Vernetzungstreffen ausschließlich für Mentees geben.


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