CliSAP successfully finished in 2018. Climate research continues in the Cluster of Excellence "CLICCS".

Stadtklima international – Hamburg und Oklahoma kooperieren erfolgreich

13.06.2013

Die Stadtklima-Expertin Petra Klein ist seit Anfang der Woche am Exzellenzcluster CliSAP zu Gast. Die Professorin an der School of Meteorology der Universität von Oklahoma arbeitet seit rund zehn Jahren intensiv mit den Hamburger Stadtklimaforschern zusammen.

Aktuelles Projekt am KlimaCampus sind Parallelversuche in Hamburg und Oklahoma. Weil Städte weltweit sehr unterschiedlich strukturiert sind, lassen sich Messergebnisse nur bedingt von einer Stadt auf eine andere übertragen. Um solche Resultate besser generalisierbar zu machen, planen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nun Experimente mit ähnlichem Versuchsdesign.

Ein Forschungsschwerpunkt von Petra Klein ist es, Messnetze zu optimieren, um so genauere Erkenntnisse zur Atmosphäre über den Städten zu gewinnen. In einem aktuellen Projekt in den USA vergleicht sie zum Beispiel herkömmliche Messungen von aufsteigenden Wetterballons, den so genannten Radiosonden, mit Ergebnissen von „Remote-sensing“-Geräten. Diese senden Laser- oder akustische Signale in die Atmosphäre. An verschiedenen Luftschichten werden sie unterschiedlich reflektiert. Aus den wieder am Boden eintreffenden Signalen lassen sich deshalb indirekt Informationen über die Atmosphäre bestimmen. „Remote-Sensing“ kann also in sehr kurzen zeitlichen Abständen vertikale Profile zu Windgeschwindigkeit, Temperatur und Feuchtigkeit liefern – ein großer Vorteil gegenüber den Sonden, die meist nur zweimal täglich aufsteigen.

Den Startschuss für die internationale Kooperation setzte Petra Klein bereits im Jahre 2003. Damals ließ sie für ein Projekt über Schadstoffausbreitungen die Stadt Oklahoma im Miniaturformat im Hamburger Grenzschicht-Windkanal aufbauen. Dieser ist größer als viele Kanäle in den USA und moderner ausgestattet. Aus der erfolgreichen Zusammenarbeit entstand außerdem ein Austauschprogramm für Meteorologiestudierende – bis heute verbringen jährlich etwa vier Hamburger Nachwuchsforscher ein Semester in Oklahoma.