Royaler Besuch: William und Kate treffen junge Meeresforscher

24.07.2017

Der britische Thronfolger Prinz William und seine Frau Kate besuchten am Freitag Hamburg und zeigten ihr Interesse für Meeres- und Ozeanforschung. Im Internationalen Maritimen Museum trafen sie junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus Bremen, Kiel und Hamburg. Sie führten Gespräche zum deutsch-britischen Wissenschaftsjahr 2016*17 unter dem Motto „Meere und Ozeane“. Die jungen Forscherinnen und Forscher hatten viele spannende Geschichten über ihre Forschung in der Arktis und der Tiefsee mitgebracht. Zwei Studierende der Graduiertenschule SICSS erläuterten dem Paar die Veränderungen des Meereises an den arktischen Küsten und die Bedeutung des arktischen Beckens als zentrales Element im globalen Klimasystem.

Die SICSS Studierenden begrüßen das Prinzenpaar und Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz zu ihrer Präsentation über den Klimawandel in der Arktis.
Fläche des arktischen Meereises im September 2016. In dieser Jahreszeit erreicht das Meereis am Nordpol sein sommerliches Minimum. Die farbigen Linien zeigen das Septemberminimum vorheriger Zeiträume. In der Kreisfläche liegt das Untersuchungsgebiet von Zoe Rehder in der Laptewsee.
Nach dem Besuch des Prinzenpaares: die beiden vortragenden Studierenden der SICSS Shubhankar Senguptal und Zoé Rehder, Albert Gerdes vom Konsortium Deutsche Meeresforschung und SICSS Koordinator Dr. Ingo Harms (v.l.n.r.)

Die SICSS Studentin Zoe Rheder verdeutlichte, wie sich der globale Klimawandel zum einen auf die Meereis-Bedeckung in der Arktis auswirkt. Zum anderen beeinflusst er auch die Bildung von Eis in den Küstengewässern Sibiriens – und zwar dort, wo die großen Flüsse ihre eisige Fracht entladen. „Prinz William und Herzogin Kate verfolgten die Ausführungen  überaus aufmerksam  und stellten Fragen, um weitere Details über unsere Arbeit zu erfahren“, sagt Zoe Rheder.  Shubhankar Senguptal, der derzeit ebenfalls sein Masterstudium an der SICSS absolviert, skizzierte das interdisziplinäre Ausbildungsprogramm der Hamburger Graduiertenschule. Er gab Beispiele, wie die Studierenden von der Zusammenarbeit mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedenen Institute profitieren.  

Nach Berlin und Heidelberg besuchten William und Kate die Stadt Hamburg als letzte Station ihres dreitägigen Staatsbesuchs in Deutschland. Im Internationalen Maritimen Museum wurden sie vom Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, empfangen. Im Mittelpunkt stand hier das Wissenschaftsjahr des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Wissenschaftsjahr wird unterstützt vom Konsortium Deutsche Meeresforschung, dem Zusammenschluss aller großen deutschen Forschungseinrichtungen auf den Gebieten der Meeres-, Polar- oder Küstenforschung.

 

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Aktivitäten des CEN im Wissenschaftsjahr