Prof. Carsten Eden erhält Georg-Wüst-Preis für Meeresforschung

15.01.2015

Die Deutsche Gesellschaft für Meeresforschung (DGM) ehrt den Ozeanografen Prof. Carsten Eden mit dem diesjährigen Georg-Wüst‐Preis. Verliehen wird der Preis im Rahmen der wissenschaftlichen Jahrestagung der European Geosciences Union im April in Wien. Eden ist Meeresforscher am Institut für Meereskunde im Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) und am Exzellenzcluster für Klimaforschung CliSAP.

Prof. Carsten Eden: ausgezeichnete Forschung zu physikalischen Ozean-Rechenmodellen

Eden erhält den Preis für seine international anerkannten Arbeiten zu Wirbeln und Turbulenzen im Meer und deren Einbindung in physikalische Ozean-Rechenmodelle. Im Zusammenhang damit erforschte er auch den Einfluss von Winden auf den Wasser- und Wärmetransport im Nordatlantik. Ein weiterer Aspekt ist der Energietransfer beim Übergang von großen Wirbeln und Wellen zu kleinen Wirbeln im Klimasystem. Eden entwickelte hierfür ein Konzept, welches das Energieerhaltungsgesetz erstmals vollständig berücksichtigt. Damit konnte nun ein Rechenmodell der Ozeanzirkulation so weiter entwickelt werden, dass es auch die energetischen Prozesse überzeugend darstellt. Mit den bisherigen Modellen gelingt dies in der Regel nicht. Hier kann es vorkommen, dass Energie während der Rechenprozesse verloren geht oder hinzukommt. Das entspricht jedoch nicht den Vorgängen in der Natur.

Der Georg‐Wüst‐Preis würdigt, mit Unterstützung der Springer-Zeitschrift Ocean Dynamics, alle zwei Jahre Personen, die wichtige Beiträge zur Meeresforschung leisten. Er ist verbunden mit einem Preisgeld von 1.500 Euro und einer DGM-Ehrenmitgliedschaft.

 

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