Girls‘ Day: Wie werde ich Klimaforscherin?

05.05.2017

Was genau sind eigentlich Klimaforscherinnen und Klimaforscher? Wie sieht ihre Arbeit aus und welche Wege führen in dieses Berufsfeld? Diesen Fragen konnten vierzehn Schülerinnen beim Girls‘ Day am 27. April nachgehen. Bei der Veranstaltung von CliSAP und der Initiative ArbeiterKind.de bekamen sie einen Einblick in den Alltag einer Professorin, hörten spannende Vorträge und besichtigten das Windkanal-Labor der Universität Hamburg.

Forschungsbereich mit vielen Facetten: Beim Girls‘ Day lernten die Teilnehmerinnen das Berufsbild der Klimaforschung kennen.
Fit für den Klimawandel? Teilnehmerinnen planten ihre eigene Stadt.
Beispiel aus dem Alltag: Im Latte Macchiato entsteht eine ähnliche Temperaturschichtung wie im erwärmten Ozean.

Fit für den Klimawandel? Die Schülerinnen im Alter von 13 bis 14 Jahren bauten gleich zum Start als Stadtplanerinnen eine klimagerechte Stadt. Mit dem interaktiven Spiel „Stadtklimaarchitekt“ versuchten sie, eine Balance zu finden zwischen menschlichen Bedürfnissen wie Wohnen und Arbeiten und dem Klima in der Stadt. Dabei lernten sie auch den Zweig der Stadtklimaforschung der Universität Hamburg kennen.

Dass ihre Arbeit als Ozeanographin weniger mit Pinguinen und Walen zu tun hat als mit Kaffee und Milchschaum, erläuterte Professorin Johanna Baehr. Sie zeigte mit einem Video: Genau wie bei der Zubereitung eines Latte Macchiato verschieben und vermischen sich Schichten von Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte. Baehr zeigte dabei, welche Auswirkungen diese Bewegungen für das Klima haben. Die Wüstenökologin Dr. Berit Hachfeld, die das Doktorandenprogramm an der Graduiertenschule SICSS betreut, berichtete von ihrem persönlichen Werdegang und ihrer Forschung in Namibia. „Viele Schülerinnen waren überrascht, wie vielseitig die Klimaforschung ist und welche verschiedenen Bereiche und Forschungszweige dazugehören“, so Berit Hachfeld. Wie man dazu kommt dies zu studieren und was man alles erleben kann, zeigte die Studentin Pia Freisen mit vielen spannenden Bildern und Anekdoten.   

Am Nachmittag besichtigten die Schülerinnen das Windkanal-Labor der Universität Hamburg. Dort erfuhren sie von Professor Bernd Leitl und Dr. Frank Harms, wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ausbreitung von Schadstoffen berechnen und welchen Einfluss Gebäude auf den Wind in der Stadt haben.

 

Der Bericht wurde von Katja Budich erstellt, die vom 24. bis 28. April ein Schülerpraktikum in der CliSAP/CEN-Öffentlichkeitsarbeit absolvierte.