Deutsches Museum: Studierende der Klimawissenschaften befragen Besucher

14.03.2017

Masterstudierende der Graduiertenschule School of Integrated Climate System Sciences (SICSS) der Universität Hamburg haben während einer Exkursion ins Deutsche Museum in München Besucherinnen und Besucher zu den dortigen Ausstellungen befragt. Die Befragung war Teil des Seminars „Introduction to Social Sciences' Methods“, in dem die Studierenden sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden erlernen.

Studierende der internationalen Graduiertenschule SICSS vor dem Deutschen Museum in München.

Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass die Astronomie-Ausstellung über alle Altersgruppen und beide Geschlechter hinweg am beliebtesten ist. „Den zweiten Platz belegt bei den weiblichen Befragten interessanterweise die Bergbauausstellung, während die männlichen Befragten die historische Luftfahrt favorisieren“, berichtet Meike Schickhoff, Masterstudentin an der SICSS.

Im Rahmen der Exkursion diskutierten die Hamburger Studierenden im „Forum junger Forscherinnen und Forscher“ außerdem mit Schülerinnen und Schülern eines Münchner Gymnasiums zu aktuellen Klima- und Ozeanthemen.

„In der öffentlichen Wahrnehmung sind Klimaforscher Menschen, die einsam in Schneeanzügen durchs Polareis stapfen oder mit gigantischen Computern das zukünftige globale Klima ausrechnen“, sagt Prof. Dr. Michael Brüggemann, Kommunikationswissenschaftler an der Universität Hamburg und neben Prof. Dr. Simone Rödder einer der beiden Exkursionsleiter. „Tatsächlich ist Klimaforschung jedoch Teil der Gesellschaft und nur in bestimmten gesellschaftlichen Kontexten möglich. In den USA sehen wir gerade, was passieren kann, wenn die Politik Klimaforschung nicht mehr unterstützt: Forschende müssen um ihre Daten fürchten und die gesamte Klimaforschung der NASA könnte eingestellt werden. Um die Gesellschaft und die Reaktionen der Menschen auf den Klimawandel zu verstehen, brauchen wir daher auch sozialwissenschaftliche Klimaforschung. An der Graduiertenschule SICSS verbinden wir daher Natur- und Sozialwissenschaften zu einer fächerübergreifenden Klimaforschung.“

Die Exkursion wurde im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 „Meere und Ozeane“ vom Bundesforschungsministerium finanziert.