CliSAP Neujahrsempfang: "Work-Life-Balance", Kohlenstoff und Köppen-Preis-Verleihung

19.01.2016

Wo steht der Exzellenzcluster und welche Herausforderungen sind in den kommenden Monaten zu meistern? Beim CliSAP Neujahrsempfang präsentierte Sprecherin Prof. Anita Engels aktuelle Entwicklungen und Schlaglichter aus den Bereichen Forschung, Graduiertenausbildung und Gleichstellung. Am vergangenen Freitag waren rund 200 Gäste gekommen, um sich gemeinsam auf das neue Jahr einzustimmen.

Universitätspräsident Prof. Dieter Lenzen spricht das Grußwort zum CliSAP Neujahrsempfang.
Dr. Jakob Maximilian Zscheischler erhielt den Wladimir-Peter-Köppen-Preis. Hier mit CliSAP-Sprecherin Prof. Anita Engels und Laudator Prof. Martin Claußen.
Dr. Livia Rasche und Dr. Kerstin Jantke haben erfolgreich am Klima-Modellbauwettbewerb teilgenommen.
Prof. Michael Köhl erläutert das Wassermodell, welches er mit seiner Arbeitsgruppe am Zentrum Holzwirtschaft entwickelt hat.

Einer der Höhepunkte war die Übergabe des Wladimir-Peter-Köppen-Preises: Dr. Jakob Maximilian Zscheischler erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis für seine herausragende Doktorarbeit, die er an der ETH Zürich verfasst hatte. Darin untersucht der Mathematiker, wie extreme Klimaereignisse – zum Beispiel Dürren, Hitzewellen oder Starkregen – die Kohlenstoffbilanzen an Land beeinflussen. Die Jury beurteilte seine Arbeit als methodisch und thematisch richtungsweisend.

Der Kohlenstoffkreislauf stand auch im Mittelpunkt der beiden mechanischen Klimamodelle, die im Rahmen des Klima-Modellbauwettbewerbs prämiert wurden. Das Wasserspiel „Was tut der Wald fürs Klima?“ der Arbeitsgruppe von Prof. Michael Köhl zeigt, welchen Beitrag Bäume für den Klimaschutz leisten. Das „Wetland Emission Model“ von Dr. Kerstin Jantke und Dr. Livia Rasche verdeutlicht, dass intakte Feuchtgebiete eine wichtige Rolle als Speicher von Kohlenstoff spielen.

Immer wieder fiel während der Veranstaltung das Stichwort „Work-Life-Balance“. Denn ein wichtiges Ziel von CliSAP ist es, ein Gleichgewicht zwischen Beruf in der Wissenschaft und Privatleben zu finden. Für sein besonderes Engagement in diesem Bereich wurde Prof. Martin Claußen geehrt. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass wissenschaftliche Angestellte befristeter Projekte der Exzellenzinitiative jene Zeit nachholen können, die zum Beispiel durch Elternzeit oder Mutterschutz verloren gegangen ist – auch über die Laufzeit des Exzellenzclusters hinaus. Diese Form der Vertragsverlängerung ist nun erstmals für Angestellte bei der Universität Hamburg möglich. Ein wichtiger Beitrag zur Chancengleichheit am Exzellenzcluster.

Und zum Schluss ein Kurztrip nach Paris: Studierende der Graduiertenschule SICSS schilderten ihre ganz persönlichen Eindrücke von der Weltklimakonferenz COP 21. Sie brachten Geschichten, Bilder und Musik zum Neujahrsempfang mit. Bereits im vergangenen Dezember hatten sie live auf ihrem Blog über die Klimapolitik aus nächster Nähe berichtet.