Alexander Löw erhält Ruf nach München

18.12.2014

Nach sechs Jahren als Leiter der CliSAP Forschungsgruppe „Terrestrische Fernerkundung“ folgt Dr. Alexander Löw dem Ruf an die Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) in München. Er besetzt dort die Professur für Physische Geographie und Mikrowellenfernerkundung.

Now working in Munich: Prof. Alexander Löw plans close work with CliSAP and the MPI-M.

Wieviel Wasser verdunstet von der Landoberfläche? Wieviel Feuchtigkeit hat der Boden aufgenommen? Diese und ähnliche Fragen beantwortete Löw am Exzellenzcluster mithilfe von Satellitendaten. „Satelliten liefern uns erstmal nur Bits und Bytes. Um daraus inhaltliche Aussagen zu machen, müssen wir die Daten mit komplexen Algorithmen auswerten“, erklärt Löw seine Arbeitsweise. So gelang es Löw in Hamburg, neue Datensätze zu erzeugen, mit denen die Energie- und Wasserflüsse über Landflächen erforscht werden können. Außerdem testete Löw das neue Erdsystemmodell (MPI-ESM) am Max-Planck-Institut für Meteorologie auf seine Zuverlässigkeit. Forschungsinstitute weltweit wissen aufgrund solcher Modell-Evaluationen, wie die Ergebnisse ihrer Klima- und Erdsystem-Modelle zueinander passen.

Die genannten Schwerpunkte seiner Arbeit möchte Löw in München weiterführen.  „Ich plane eine enge Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Meteorologie und CliSAP und insbesondere mit der Landabteilung des MPI-M (Prof. M. Claussen) und den Arbeitsgruppen von Lars Kaleschke und Lars Kutzbach“, kündigt Löw an.

Ganz neu wird in München die Arbeit mit der  neuen Generation von Satelliten sein, die im Rahmen des EU-Programms Copernicus gestartet werden. Sie liefern Beobachtungsdaten für Klimaforschung, Land- oder Wasserwirtschaft. Die Forschung dazu wird Löw am Department für Geographie  aufbauen. „Die eingesetzten Sensoren können jeden Punkt der Erde regelmäßig und gleichzeitig hoch aufgelöst scannen“, freut sich Löw. Das sei eine neue Ära der Erdbeobachtung.

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