Alexander Gerst erhält Bundesverdienstkreuz

14.01.2015

Der Astronaut und Geophysiker Alexander Gerst hat das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse erhalten. Der ehemalige Promovend der Universität Hamburg arbeitete von Mai bis November vergangenen Jahres auf der Internationalen Raumstation ISS. Bundespräsident Joachim Gauck übergab die Auszeichnung am Dienstag im Berliner Schloss Bellevue.

Bundespräsident Gauck beglückwünscht den Astronauten und ehemaligen Promovenden der Universität Hamburg Alexander Gerst.

In seiner Ansprache würdigte Gauck die Arbeit von Gerst und betonte ihre Bedeutung für globale Herausforderungen wie den Klimawandel. Während seiner Zeit im All hatte Gerst mehrfach über soziale Netzwerke und in Interviews darauf hingewiesen, wie wichtig diese Fragen seien. Seine Fotos und Berichte von der ISS genossen große Popularität und wurden von tausenden Menschen verfolgt. In seiner Dankesrede nannte er die Möglichkeit freier Berufs- und Studienwahl als eine Wurzel seines Erfolgs: „Ich bin glücklich, dass ich in einem Land aufwachse, wo wir etwas studieren können, auch wenn unsere Eltern vielleicht nicht reich sind.“ In Zukunft möchte er selbst „etwas zurückzugeben“ und junge Menschen inspirieren.

Gerst promovierte zwischen 2004 und 2009 an der Universität Hamburg über den Vulkan Mount Erebus in der Antarktis und untersuchte dessen Eruptionsdynamik. Dabei verbrachte er Wochen in der kargen antarktischen Abgeschiedenheit. Sein Doktorvater war Prof. Matthias Hort vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg.

Weitere Informationen:

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