Pro Exzellenzia und CliSAP: Lunchmeeting mit Anita Engels

08.12.2016

Wie gelingt es jungen Frauen, zielgerichtet Netzwerke aufzubauen? Um diese Frage ging es bei einem Lunchmeeting mit dem Motto „Pro Exzellenzia meets CliSAP: Karrierewege nachhaltig gestalten durch effektives Networking“. Gemeinsam mit dem Frauenförderprojekt Pro Exzellenzia – Für mehr Frauen in Führung und der Stabstelle Gleichstellung der Universität Hamburg richtete CliSAP am 30. November 2016 die Veranstaltung aus. 25 Wissenschaftlerinnen konnten sich in einem Lunchmeeting mit Prof. Dr. Anita Engels austauschen und erfahren, was für erfolgreiches und effektives Netzwerken hilfreich sein kann.

Grußwort der Gleichstellungsbeaurftragten der Universität Hamburg Angelika Paschke-Kratzin
Anita Engels im Gespräch mit Doris Cornils von Pro Exzellenzia
Kurzübung mit Tomma Hangen
Gäste und Initiatorinnen der Reihe Pro Exzellenzia meets UHH

Den Mut haben, sich beraten zu lassen

Die Frage, wie Networking für die eigene berufliche Laufbahn hilfreich sein kann, ist manchmal nicht einfach zu beantworten. Networking ist wichtig, doch wie kann es effektiv genutzt werden? Wo macht es Sinn und wo vielleicht auch nicht?

Nach der Begrüßung durch die Gleichstellungsbeauftrage der Universität, Dr. Angelika Paschke-Kratzin, Pro Exzellenzia und CliSAP, startete die Veranstaltung mit einem Gespräch mit Anita Engels. Engels berichtete von ihren Networking-Erfahrungen und wie ihr diese für ihre berufliche Laufbahn geholfen haben. „Inhaltliche Netzwerke sind wichtig“, betonte Engels dabei im Gespräch. Es lohne sich, genau zu überlegen, welche individuellen Netzwerke Sinn machen. Dabei sollten nicht nur fachliche Netzwerke in den Blick genommen werden, sondern auch diejenigen, die auf den ersten Blick fachlich zunächst wenig interessant scheinen. Engels berichtet aus ihrem eigenen Werdegang, dass sie anfangs weniger in fachlichen als viel mehr hochschulpolitischen Kontexten unterwegs war und sich entsprechend vernetzt hatte. Diese Netzwerke haben ihr später dabei geholfen, an ihr erstes Forschungsprojekt zu gelangen und so ihr Können zu zeigen.

Es sei wichtig, über das zu sprechen, was man will und gezielt nach Unterstützung zu fragen. „Haben Sie den Mut, sich beraten zu lassen“, riet Engels den Wissenschaftlerinnen. „Gehen Sie offen in ein Gespräch. Wenn es einmal nicht klappt, überlegen Sie, wen Sie noch fragen können.“ Gezielte Unterstützung könne auch in einem Mentoring erfolgen. Engels riet den Wissenschaftlerinnen auch darüber einmal nachzudenken. Zudem spielten Vorgesetzte bei der eigenen Karriereentwicklung häufig eine Schlüsselrolle. „Sie dürfen die Unterstützung Ihrer Vorgesetzten zur Karriereplanung einfordern und Sie sollten gezielt deutlich machen, dass Sie Führungsambitionen haben“, so Engels. Falsche Scheu sei hier fehl am Platz.

 

Die innere Haltung ist oft entscheidend

Nach dem Gespräch mit Anita Engels, erfuhren die Wissenschaftlerinnen in einer Kurzübung mit Sprech- und Rhetoriktrainerin Tomma Hangen, wie Körpersprache für ein effektives Networking sinnvoll eingesetzt werden kann. „Die innere Haltung macht viel aus“, erklärte Hangen. Eine zu pessimistische oder zu verkrampfte Haltung versperre oft viele Möglichkeiten. Besser sei es, offen zu sein für das, was sich ergeben kann. „Wir projizieren oft von uns selbst auf andere. Eine positive Haltung verschafft uns leichter Zugang zu unserem Gegenüber“, so Hangen. Mit einer guten Körperhaltung lasse sich viel zu einer positiven inneren Haltung beitragen. Eine offene Haltung im Burstbereich, ein guter Stand und lockere Knie können bereits viel für die Wirkung der Einzelnen im Raum bewirken und die innere Haltung positiv beeinflussen. „Bleiben Sie offen, setzen Sie sich kleine Ziele und haben Sie auch den Mut, verlieren zu können“, riet Hangen.

Im Anschluss an die Kurzübung wurde Raum für ein ungezwungenes Miteinander gegeben. Beim anschließenden Lunch wurde das Thema vertieft und weitere Fragen besprochen.

Die Veranstaltung war Auftakt der Reihe „Pro Exzellenzia meets UHH – Nachhaltigkeit von wissenschaftlichen Karrierewegen“, die von der Stabstelle Gleichstellung der Universität Hamburg koordiniert wird. In Lunchmeetings jeweils von 12.30 bis 14.00 Uhr gibt es für Hochschulabsolventinnen, Postdoktorandinnen und Doktorandinnen der Exzellenzcluster und aus dem MINT-Bereich die Möglichkeit zum Austausch untereinander und vor allem Input von hochkarätigen Wissenschaftlerinnen und Trainerinnen.


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