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Die DFG beschließt weiteres Maßnahmenbündel zur Verbesserung der Chancengleichheit

16.07.2018

Auf der DFG-Jahresversammlung vom 2. bis 4. Juli 2018 wurde ein weiteres Maßnahmenbündel zur Verbesserung der Chancengleichheit von der DFG beschlossen: Antragsstellende sollen zukünftig stärker über die Relevanz von Geschlecht und Vielfältigkeit in ihrer Forschung reflektieren, ebenso soll die Aufmerksamkeit auf begutachtungsrelevante Angaben in Lebensläufen, wie zum Beispiel Elternzeit, gelenkt werden. Ferner soll zukünftig auf Fotos von Bewerber/innen verzichtet und jeweils unterrepräsentierte Gruppen bei Stellenausschreibungen explizit zur Bewerbung aufgefordert werden.

Mit den Maßnahmen sollen „blinde Flecken“ in der Forschung und in Projekten durch die fehlende Beachtung von Geschlecht und anderen Vielfältigkeitsdimensionen vermieden werden. Für begutachtungsrelevante Angaben im Lebenslauf werden künftig Informationen in einem neuen, zentralen Merkblatt gebündelt. Sofern entsprechende Faktoren Auswirkungen auf die wissenschaftliche Leistung des oder der Antragstellenden hatten, können diese freiwillig angegeben werden, um im Rahmen der Begutachtung angemessen berücksichtigt zu werden. Dazu wird eine entsprechende Vorlage für Lebensläufe erstellt, die im Sinne der Gleichbehandlung auch keine Fotos der Antragstellenden mehr vorsieht.

Bei Projektausschreibungen sollen künftig Angehörige, des in der jeweiligen Disziplin auf Leitungsebene unterrepräsentierten Geschlechts zur Antragstellung explizit aufgefordert werden – in den meisten Fällen werden dies Wissenschaftlerinnen sein.

Diese Maßnahme wird die DFG sukzessive umsetzen. Ebenso sind weitere Maßnahmenbündel im Rahmen des qualitativen Gleichstellungskonzepts geplant, die nach und nach in den Gremien diskutiert werden.

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