Zwei Preise und ein Exzellenzantrag – Jahresempfang von CEN und CliSAP

28.02.2018

Auch wenn das Jahr nicht mehr ganz jung ist, stießen am vergangenen Freitag Forschende sowie Freunde und Freundinnen auf Einladung von CEN und CliSAP gemeinsam auf 2018 an.

Sascha Hokamp, Equality-Preisträger 2017, mit Nicolli Povijac und Beate Ratter von der CliSAP Gender Task Force (v.l.)
Prämierte Doktorarbeit: Köppen-Preisträger Christopher Hedemann (m.) mit CEN Direktor Detlef Stammer (l.) und Laudator Jochem Marotzke

Hintergrund ist, dass erst vor wenigen Tagen der Antrag auf Forschungsförderung für den Cluster „Climate, Climatic Change and Society“ – kurz CliCCS – im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes eingereicht wurde. CEN Direktor Detlef Stammer berichtete den Gästen, wie ein wissenschaftliches Team dafür seit mehr als zwei Jahren eng zusammenarbeitete. Ab jetzt heißt es Warten und Hoffen: Auf die Bekanntgabe der bewilligten Förderungen Ende September 2018.

Anita Engels zeigte als Co-Sprecherin des Exzellenzclusters CliSAP, wie sehr sich die Zusammenarbeit über die Disziplinen hinweg verstärkt hat. Messbar wird dies über eine Analyse der Co-Autorenschaft aller wissenschaftlich begutachteten Publikationen innerhalb des Clusters der vergangenen zehn Jahre. Wie gelingt es, einander wissenschaftlich immer besser zu verstehen? „Wir schaffen viele Anlässe, um miteinander zu reden – auch wenn dies auf den ersten Blick Zeit kosten mag“, sagt Engels. Dass es sich lohnt, zeigt ein immer dichter gewobenes Netz gemeinsamer Publikationen aus ganz unterschiedlichen Forschungsfeldern.

Dr. Sascha Hokamp kam 2014 an die Forschungsstelle Nachhaltige Umweltentwicklung (FNU) der Universität. Er sitzt im Rollstuhl und stellte fest, dass es für wissenschaftliches Personal uniweit keine Schwerbehindertenvertretung gibt. Er half mit, diese aufzubauen und kümmerte sich unter anderem um die Ausstattung von Arbeitsplätzen, die Einweisung von Helfenden und geeignete Fluchtwege. Seit 2017 ist er hauptamtlicher Vertreter für das schwerbehinderte wissenschaftliche Personal der Universität. Für sein Engagement wurde Hokamp jetzt von Professorin Beater Ratter, Vorsitzende der CliSAP Gender Task Force mit dem Equality Award 2017 ausgezeichnet.
 
Mit einer herausragenden Dissertation gewann Dr. Christopher Hedemann den Wladimir-Peter-Köppen-Preis von CliSAP 2017 und das Preisgeld im Wert von 5000 Euro. Sein Doktorvater und Laudator Professor Jochem Marotzke erzählte beeindruckt von Hedemanns Forschung, die sich direkt in eine laufende Debatte zum so genannten Hiatus um das Jahr 2000 herum, eine Pause in der Erderwärmung, einmischte. Mit einer neuen und bemerkenswerten Methode identifizierte Hedemann, welche Regionen wie viel zum Hiatus beitrugen. Marotzke betonte das wissenschaftliche Gewicht der vorliegenden Arbeit und würdigte Hedemann als einen hervorragenden Preisträger.